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RunnerZine

Sportangeln Besprechung

Ocean Fishing King

mobirix · PEGI 3 · kostenlos bei Google Play

Ein Sammelalbum mit Rute: Ocean Fishing King setzt auf große Tasten, kurze Würfe und Fischlisten für jede Region – verrät vor dem Download aber zu wenig über seinen Umfang.

Bewertung bei Google Play: 4,1 von 5 Sternen2,4 Tsd. Bewertungen

Redaktionsnote7,3von 10

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Ocean Fishing King: Werbebild mit Rekordmeldung und neu gefangenen Fischen vor einer Holzhütte
Werbebild mit „New Record“ und „New Fish“. Bild: mobirix

Wurf, Biss, Einholen – im Takt der großen Taste

Mobirix beschreibt Ocean Fishing King als „echtes Angelspiel mit einfacher Steuerung“, das jede und jeder sofort bedienen kann. Die offiziellen Screenshots zeigen, wie das gemeint ist: Unten rechts sitzt eine runde, grün beschriftete Taste, die je nach Phase „Cast“ oder „Hit“ anzeigt. Erst wird ausgeworfen, dann kündigt das Spiel den Biss mit einem großen Schriftzug an, und derselbe Knopf übernimmt den Anhieb.

Diese Zweiteilung ist klarer als bei vielen Genre-Kollegen. Man weiß in jeder Sekunde, was gerade erwartet wird, und muss nicht zwischen mehreren Schaltflächen suchen. Die Beschriftungen sind englisch, aber so knapp, dass sie auch ohne Sprachkenntnisse funktionieren.

Ocean Fishing King: Fischkatalog in drei Spalten mit farbigen Seltenheitsstufen
Der Katalog: drei Regionen, jede Art mit Etikett von Common bis Unique. Screenshot: mobirix

Fischlisten nach Regionen

Das eigentliche Herz des Spiels steckt in einem anderen Screenshot: eine Übersicht in drei Spalten, jede mit einer Region überschrieben, darunter Reihen von Fischsymbolen mit Namen. Jede Art trägt ein farbiges Etikett – Common, Rare, Myth, Epic, Legendary oder Unique. Die Beschreibung ergänzt, dass jede Region eigene Fische mit besonderen Eigenschaften hat, vom „süßen kleinen Fisch“ bis zum unbekannten Tiefseefisch.

Damit funktioniert Ocean Fishing King ein wenig wie ein Sammelheft: Leere Felder wollen gefüllt werden, und seltene Einträge sind ein Grund, ein Revier noch einmal zu besuchen. Wer so etwas mag, bekommt ein klares Langzeitziel. Wer einfach nur angeln möchte, lässt die Liste links liegen und verpasst wenig.

Von Palmenstrand bis Blockhütte

Laut Beschreibung reichen die Angelplätze von tropischen Inseln bis zu eiskalten Seen. Zwei Screenshots zeigen die Spannweite: einmal türkisfarbenes Wasser vor Granitfelsen, Palmen und einer Holzhütte am Strand, gesehen vom Bug eines kleinen Bootes; einmal ein grüner Bergsee mit Nadelbäumen und einem Blockhaus am Ufer. Die Grafik ist farbkräftig und klar, eher Urlaubsfoto als Naturdokumentation – und genau dadurch auf kleinen Displays gut lesbar.

Wie viele Reviere es insgesamt gibt, nennt der Store-Text nicht. Das ist schade, denn gerade bei einem Spiel, das aufs Sammeln setzt, wäre der Umfang eine nützliche Angabe vor dem Download.

Rekordmeldungen und ein eigenes Aquarium

Ein Werbebild zeigt, wie das Spiel Erfolge inszeniert: Ein Fisch mit langem Schnabel hängt vor einer Hütte, darüber prangt „New Record“ samt Sternenreihe; daneben kündigt „New Fish“ einen neuen Eintrag in der Sammlung an. Rekordmeldungen beziehen sich in Angelspielen üblicherweise auf Länge oder Gewicht eines Fangs – wie solche Vergleiche funktionieren, erklärt der Ratgeber zu Angelwettbewerben in Spielen.

Wer seine Fänge nicht nur als Listeneintrag sehen möchte, kann sie laut mobirix in ein eigenes Aquarium setzen. Das Motiv kennt man auch aus Fishing Season; hier wirkt es wie die logische Verlängerung des Katalogs.

Ocean Fishing King: Bergsee mit Blockhaus, Schriftzug Hit und runder Taste
Der Biss wird mit großem „Hit“ angekündigt. Screenshot: mobirix

Wo das Spiel dünn wird

Die Store-Beschreibung bleibt vage, wo andere konkret werden. Ein Offline-Modus wird nicht erwähnt, ebenso wenig die Zahl der Arten. Die Oberfläche ist laut Screenshots englisch beschriftet, obwohl der deutsche Store-Text übersetzt vorliegt. Und die Farbetiketten von Common bis Unique rücken das Sammeln so weit nach vorn, dass der eigentliche Moment am Wasser dahinter zurücktreten kann.

Mit 4,1 Sternen bei rund 2,4 Tausend Bewertungen im deutschen Play Store ist Ocean Fishing King außerdem der Titel mit den wenigsten Stimmen auf RunnerZine. Das sagt nichts über die Qualität, aber etwas darüber, wie belastbar die Durchschnittszahl ist.

Wem der König gefällt

Ocean Fishing King passt zu Menschen, die gern sammeln und in kurzen Pausen ein, zwei Würfe machen: Der Ablauf ist eindeutig, die Kulissen sind freundlich, die Freigabe liegt bei PEGI 3. Wer ohne Netz spielen will, ist mit Fishing Season besser bedient; wer sich mit anderen messen möchte, mit Fishing Rival 3D. Welche Reihenfolge sich für Neulinge anbietet, zeigt die Einstiegs-Auswahl.

Stark und schwach

Spricht dafür

  • Eindeutiger Rhythmus aus Cast und Hit mit großer Taste
  • Regionenkatalog mit Seltenheitsstufen als Langzeitziel
  • Abwechslungsreiche, gut lesbare Kulissen

Spricht dagegen

  • Oberfläche laut Screenshots nur englisch beschriftet
  • Kein Offline-Modus ausgewiesen
  • Umfang an Revieren und Arten nicht beziffert
  • Sammeletiketten drängen das Angeln selbst in den Hintergrund

Redaktionsnote 7,3/10

Solide Mitte: Die Steuerung ist vorbildlich klar, der Katalog motiviert. Abzüge gibt es für die dünnen Angaben zu Umfang und Offline-Spiel sowie für die englische Oberfläche.

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